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| | Knapp 20 Millionen Deutsche schnüren sich regelmäßig die Laufschuhe - und immer mehr üben ihren Sport bei Veranstaltungen wie Volksläufen, Halbmarathons oder Marathonwettbewerben aus. Beim Berlin-Halbmarathon Anfang April stieg die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf den Rekordwert von 23086 Läufern, wie Roland Döhrn, Betreiber des Internet-Portals "laufmarkt.de", recherchiert hat.
Auch die Organisatoren des Hochwald-Nürburgringlaufs registrieren zum jetzigen Zeitpunkt, rund vier Monate vor der Veranstaltung am 1. September, ein Teilnehmerplus von 13 Prozent. Ihre besondere Attraktivität bezieht dieser Traditionslauf, der 2012 bereits zum 32. Mal stattfindet, aus seinem einzigartigen Ambiente. Anders als viele Lauftermine, die ihre Teilnehmer auf einigermaßen ebenem Gelände durch städtische Umgebung führen, nutzt der Hochwald-Nürburgring-Lauf die legendäre Motorsportstätte in der Eifel als natürliches Stadion.
Neben zwei kürzeren Distanzen über fünf und zehn Kilometer, die auf der 5,137 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke gelaufen werden ist natürlich die 24,4-Kilometer-Runde über die sagenumwobene Nürburgring-Nordschleife das Highlight dieses Events. "Die breite Straße und der Rennstreckenasphalt - das erzeugt schon ein ganz erhabenes Gefühl", sagt Petra Maak. Die 47-jährige Rheinländerin ist eine der profiliertesten deutschen Langstreckenläuferinnen und hat am Nürburgring bereits 2004, 2006 und 2009 gewonnen.
"Selbst bei Läufern stellt sich dieses Rennstreckenfeeling ein", sagt Maak, „man versucht in den Kurven unwillkürlich die Ideallinie zu nehmen, wie ein Rennauto. Dazu die auf die Straße gesprühten Sprüche und vor allem die faszinierende Landschaft - an bestimmten Streckenabschnitten ist eine unglaubliche Fernsicht zu genießen." Das alleine ist aber nicht der Grund für viele Teilnehmer, jedes Jahr aufs Neue in die Eifel zu fahren und sich der Herausforderung Nordschleife zu stellen, auf der zu den knapp 25 Kilometern Strecke auch 500 Höhenmeter zu überwinden sind. "Am Anfang geht es nur bergab, da fühlt man sich wie auf Bestzeitkurs", sagt Petra Maak, „erst später zeigt sich dann, ob man seine Kräfte gut eingeteilt hat. Wenn man dann zum Ende der Runde hin die Nürburg sieht, ist das ein ganz besonderes Erlebnis. Das gibt einem kein anderer Zehn-Kilometer-Lauf oder Halbmarathon."
Noch bis zum 12. August sind Anmeldungen zum Normalpreis zwischen 17 und 33 Euro möglich, am einfachsten über die Internetseite
www.nuerburgring-lauf.de
Kurzentschlossene können ihre Nennung gegen eine kleine Gebühr jedoch selbst am Veranstaltungstag noch bis neun Uhr direkt vor Ort abgeben.
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